Im Rahmen eines gemeinsamen Industrieprojekts mit dem Universitätsklinikum Frankfurt wurde eine Software zur automatisierten Diatomeenanalyse entwickelt. Die Lösung nutzt fortschrittliche Machine-Learning-Technologien, um die gerichtsmedizinische Untersuchung von Proben durch effiziente und präzise Bildauswertung zu unterstützen. Die Anwendung verbessert die forensische Arbeit durch schnelle, zuverlässige und benutzerfreundliche Analyseprozesse und ist direkt einsatzbereit für wissenschaftliche und rechtsmedizinische Untersuchungen.
Innovative Bildanalyse für die Rechtsmedizin
Die entwickelte Software automatisiert die Identifikation und Klassifikation von Diatomeen in Bilddaten. Durch die Integration eines speziell trainierten neuronalen Netzwerks erfolgt die Analyse effizient und mit hoher Genauigkeit. Die Lösung unterstützt sowohl Standard-Bildformate als auch das Mikroskopie-Format CZI von ZEISS, wodurch eine breite Anwendung in der forensischen Praxis ermöglicht wird. Der Batchbetrieb erlaubt die parallele Auswertung mehrerer Proben und steigert so die Effizienz in der Laborroutine.
Benutzerfreundlichkeit und technische Exzellenz
Die grafische Benutzeroberfläche der Software ist intuitiv gestaltet und bietet Funktionen wie Trefferlisten, inklusive Filterung, die visuelle Darstellung der Analyseergebnisse, einschließlich Zoom-Funktion, sowie die automatische Berechnung verschiedenster Statistiken. Anwender können Klassifikationsresultate direkt korrigieren und Parameter individuell anpassen. Exportformate sind Excel (xlsx) mit integrierten Bilddaten und das JSON-Format. Dies gewährleistet eine strukturierte Dokumentation und erleichtert die Weiterverarbeitung der Ergebnisse. Die Software basiert auf lizenzfreien Open-Source-Frameworks wie OpenCV und der ONNX Runtime und ist als installierbare Software, inklusive Kurz-Dokumentation, verfügbar.