Das ICON Projekt VirtoFusion entwickelt ein automatisiertes System für die postmortale Digitalisierung und Untersuchung Verstorbener. Gemeinsam mit der Universität Zürich arbeitet das Fraunhofer IGD an einem integrierten Workflow, der Bilddaten unterschiedlicher Verfahren erfasst, verarbeitet und zusammenführt.
Das Fraunhofer IGD bringt Kompetenzen in Entwicklung, Konstruktion und prototypischer Realisierung maßgeschneiderter Sensor- und Hardwarelösungen, Softwareentwicklung, Systemintegration sowie automatisierter Datenerfassung und -verarbeitung ein. Hinzu kommen die Kalibrierung von Sensoren und Hardwarekomponenten, die Registrierung und Überlagerung multimodaler Daten sowie 3D-Rekonstruktion. Die Universität Zürich ergänzt dies mit Expertise in Rechtsmedizin und postmortaler Bildgebung.
Zum Einsatz kommen unter anderem Computertomographie, farbkalibrierte Oberflächenerfassung und Multispektralaufnahmen. Sensoren und Hardwarekomponenten sollen automatisch kalibriert, die entstehenden Daten in ein gemeinsames Koordinatensystem überführt und räumlich überlagert werden. Erste automatisierte Auswertungen und Korrelationen der erhobenen Sensordaten sollen die Analyse unterstützen und relevante Zusammenhänge frühzeitig sichtbar machen. Ziel ist ein durchgängiger automatisierter Workflow von der Datenerfassung über die Datenfusion bis zur Auswertung.