KI-TIERWOHL

Das Projekt KI-TIERWOHL entwickelt Methoden, um Tierwohl mithilfe von KI und Computer Vision zuverlässig zu messen. Das Fraunhofer IGD bringt dafür seine Expertise in der kamerabasierten Analyse ein. Ziele sind es, Tiergesundheit zu sichern, Arbeitsbedingungen zu verbessern und so Tierwohl und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen.

Verbundprojekt für Tierwohl und Bioökonomie

Das Projekt KI-TIERWOHL, gefördert durch das Land Mecklenburg-Vorpommern, bündelt erstmals die Kompetenzen führender Partner aus Lebens-, Ingenieur- und Sozialwissenschaften. Ob Labormaus, Huhn oder Milchkuh: Mit Hilfe von Kameras, Sensoren und Künstlicher Intelligenz (KI) soll künftig auf einen Blick erkennbar sein, wie es den Tieren geht. Ziel ist es, das Tierwohl aus der Ferne objektiv beurteilen zu können und so bessere Bedingungen in Landwirtschaft und Forschung zu schaffen. Dabei werden Bildverarbeitungsverfahren, Bioakustik, Sensortechnologien und KI-basierte Auswertungsmethoden (z. B. Mustererkennung, maschinelles Lernen, Big-Data-Analysen) kombiniert. So entsteht ein neuartiges Set-up, das Tierwohlindikatoren umfassend abbildet und langfristig in Forschung und Landwirtschaft einsetzbar ist. 

© Fraunhofer IGD
Skelettannotation durch Key Points
© Fraunhofer IGD
Mouse Grimace Scale Erfassung

Visual Computing für Smart Farming

Das Fraunhofer IGD bringt in den Verbund seine besondere Expertise in der bild- und modellbasierten Informatik ein. Im Projekt KI-TIERWOHL entwickelt und erprobt die Abteilung Smart Farming Technologien zur KI-basierten Gesichts- und Stimmerkennung, visuellen Bewegungsanalyse sowie berührungslosen Erfassung von Vitaldaten. Damit unterstützt das Fraunhofer IGD die Überführung von Grundlagenforschung in praxisnahe Anwendungen und sorgt für eine effektive Integration der Technologien in bestehende Infrastrukturen.

Gesellschaftlicher Nutzen und nachhaltige Verantwortung

KI-TIERWOHL verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit einer klaren gesellschaftlichen Verantwortung: Tierwohl und Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft sollen gleichermaßen verbessert werden. Mit den neuen Technologien können Landwirtinnen und Landwirte, ohne den Stall zu betreten, erkennen, ob ihre Tiere unter Stress oder Schmerzen leiden und gezielt gegensteuern. Gleichzeitig helfen die Technologien Labormitarbeitenden, den Einsatz von Versuchstieren zu reduzieren. Darüber hinaus tragen die Ergebnisse zu einer nachhaltigen Bioökonomie bei, indem Tierwohlprinzipien in allen relevanten Sektoren fest verankert werden. Mit seiner starken Vernetzung in Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis stellt das Projekt sicher, dass aus der Forschung langfristig konkrete Hard- und Softwarelösungen entstehen, die Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit und gesellschaftliche Akzeptanz vereinen.

Gefördert durch:

Weiterführende Informationen

Verbundpartner

  • Universitätsmedizin Rostock
  • Forschungsinstitut für Nutztierbiologie Dummerstorf
  • Universität Rostock 
  • Friedrich-Loeffler-Institut
  • Hochschule Neubrandenburg
  • Universität Greifswald 

Assoziierte Partner

  • Fraunhofer IGD
  • Helmholtz Institut für One Health Greifswald
  • BioCon Valley® GmbH
  • LMU München

Laufzeit

01.04.2025 – 30.03.2029

Mehr zu unserer Smart-Farming-Forschung

 

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