ILIAD entwickelt ein integriertes digitales Rahmenwerk für Digitale Zwillinge des Ozeans. Ziel ist es, komplexe marine Prozesse transparent, vergleichbar und über verschiedene Regionen hinweg nutzbar zu machen.
Hintergrund
ILIAD ist ein europäisches Forschungsprojekt zur Entwicklung eines integrierten digitalen Rahmens für maritime Daten- und Informationsdienste. Das Projekt adressiert zentrale Herausforderungen der Ozeanbeobachtung wie fragmentierte Datensysteme, mangelnde Interoperabilität und begrenzte Skalierbarkeit und schafft damit eine Grundlage für übertragbare Anwendungen in unterschiedlichen geografischen Regionen.
Ziele
Ziel von ILIAD ist es, Digitale Zwillinge des Ozeans zu ermöglichen, die maritime Beobachtungsdaten, Modelle und Simulationen integrieren und datenbasierte Entscheidungen in Bereichen wie Umweltüberwachung, Biodiversität und Verschmutzung unterstützen. Das Projekt entwickelt dafür ein skalierbares und interoperables digitales Ökosystem, das Umweltzustände analysierbar macht und die Übertragbarkeit der Lösungen auf unterschiedliche Meeresregionen und Anwendungskontexte sicherstellt. Ergänzend werden nutzerorientierte Visualisierungen entwickelt und relevante Anwender aus Forschung, Verwaltung und Industrie aktiv eingebunden.
Rolle des Fraunhofer IGD
Fraunhofer hatte im Projekt ILIAD drei inhaltliche Schwerpunkte:
1. Fraunhofer ist an der Konzeption, Entwicklung und Umsetzung zentraler Komponenten für Digitale Zwillinge des Ozeans (DTO) beteiligt. Der Fokus liegt auf der pilothaften Integration mariner Sensordaten in digitale Zwillinge, Entwicklung prozeduraler 3D-Umgebungen und Architektur von DTOs mit Blick auf Skalierbarkeit, Replizierbarkeit und Übertragbarkeit in andere Gebiete.
2. Fraunhofer unterstützt die Vorbereitung und Validierung von Sensorik, den Ausbau von Daten- und Metadatenstrukturen sowie die standortübergreifende Nutzung der entwickelten Lösungen, unter anderem mit Blick auf eine spätere Integration in die europäische EDITO-Infrastruktur.
3. Fraunhofer entwickelt performante Verfahren zur prozeduralen Generierung mariner Umgebungen. Diese fließen in immersive, game-engine-basierte Anwendungen ein und ermöglichen die skalierbare Visualisierung mariner Lebensräume.