Donnerstag, 25. Juli 2019 - 8:45
Pressemeldung
© Badisches Landesmuseum, Foto: Artis – Uli Deck

(v.l.n.r.) Kunst-Staatssekretärin Petra Olschowski, Museumsdirektor Prof. Dr. Eckart Köhne und Minister-präsident Winfried Kretschmann. Im Hintergrund zu sehen: der CultArm3D-P.

Virtuelle Museen – mehr als nur Spielereien

Die Expothek dient als Testfeld für das künftige Gesamtkonzept des Badischen Landesmuseums. Nicht nur in Karlsruhe lagern große Bestände fern vom Besucher in Archiven, weltweit stellen Museen nur einen winzigen Bruchteil ihrer Exponate aus. 3D-Digitalisierung trägt schon jetzt dazu bei, den Gesamtbestand in einem digitalen Katalog zur Verfügung zu stellen. Dass es in der Ausstellung »Archäologie in Baden« eine Digitalisierungsstation geben würde, stand schon früh im Planungsprozess fest: »Das selbstständige Erfühlen gewährt einen emotionalen Zugang zu den bestellten Objekten«, berichtet Carolin Freitag, Projektleiterin und Ausstellungskoordinatorin der »Archäologie in Baden«. »Die anschließende Digitalisierung des in den eigenen Händen gehaltenen Objekts wird für die Nutzerinnen und Nutzer zu einem einprägsamen Erlebnis und erklärt die Funktionsweise eines digitalen Archivs anschaulich«. Es profitieren jedoch nicht nur die Menschen vor Ort von den digitalen Repliken: »Die Idee eines Digitalen Katalogs ist es, dass die Exponate von Jedermann betrachtet werden können, ob von zuhause aus oder unterwegs«, erklärt Freitag.

Auch den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann überzeugte das Konzept: Am 18. Juli besuchte er das Karlsruher Residenzschloss und erkundete die Expothek, die neben der Digitalisierungsstation mit weiteren Highlights wie einer VR-Tour durch verschiedene historische Szenarien aufwartet. Mehr Infos zu Nutzerausweis und Öffnungszeiten: https://www.landesmuseum.de/expothek