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  • Wissenschaftlicher Hintergrund
  • Projektpartner

Bedeutung eines Unterwasser-Testfeldes

Gerade die erschwerten Bedingungen im Meerwasser machen intensive Praxistests für zuverlässige Lösungen zwingend erforderlich. Bisher gibt es allerdings kaum Möglichkeiten, komplexe Systeme der Unterwassertechnik und deren Zusammenspiel in realen Szenarien zu testen. Die neue küstennahe Infrastruktur des »Digital Ocean Lab« in Anbindung an das künstliche Riff vor Nienhagen ermöglicht die Entwicklung und Erprobung von Unterwassertechnik unter realen Bedingungen im Meer. Vorgesehen sind verschiedene Unterwassertestfelder, mit denen die komplette Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten unter Wasser abgedeckt werden sollen.

Infrastruktur

Landseitige Infrastruktur

  • Wellenbecken
  • Labore und Werkstätten
  • Kaikante
  • Spezialschiffe
  • Operationszentrale

Operationszentrale

  • Überwachung des Testfeldes
  • Speicherung aller Messdaten
  • Steuerung von Missionen

Seeseitige Infrastruktur

  • Wassertiefe ca. 15 m
  • Fläche ca. 2000 m x 1500 m
  • zentrale Infrastruktur (Energie, Kommunikation, Positionierung)

Nähe zum künstlichen Riff

  • Nachnutzung bestehender Strukturen
  • inhaltliche Abstimmung
  • Synergien

Ansprechpartner Kooperation / Ansprechpartnerin Presse

Standortleitung Rostock, Maritime Graphics
Joachim-Jungius-Straße 11
18059 Rostock
Telefonnummer +49 381 4024-100
  • uwe [dot] von [dot] lukas [at] igd-r [dot] fraunhofer [dot] de (E-Mail senden)
Leiterin Unternehmenskommunikation
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
Deutschland
Telefonnummer +49 6151 155-146
  • daniela [dot] welling [at] igd [dot] fraunhofer [dot] de (E-Mail senden)

Anwendungsbeispiele

Munitionsgarten

  • Sensoren (physikalisch, chemisch, biologisch)
  • Objekterkennung auf Videodaten
  • Manipulatoren

Pipeline- und Kabelgarten

  • Detektion
  • Sedimentmessung
  • Neuartige Kabelbedeckung

Strömungsgarten

  • Fahrzeuge (ROV, AUV)
  • Steuerung und Regelung
  • Training und Ausbildung

Freifläche

  • Für beliebige temporäre Nutzung
  • Testen von Crawlern oder Trenchern
  • Erprobung von Unterwasserverfahren

Unterwasserforschung und ihre Herausforderungen

Auf den Meeren und unter Wasser herrschen raue Bedingungen, die Mensch und Technik vor besondere Herausforderungen stellen. Unterwassersysteme jeglicher Art müssen losgelöst von WiFi und GPS sehr autonom agieren. Neue Lösungen in Sachen Kommunikation und Sensorik sind gefragt. Die Unterwasserbedingungen an sich – hohe Wasserdrücke, Salzwasser, Biofouling sowie starke und unberechenbare Meeresströmungen – erfordern spezifische und robuste Lösungen und innovative Materialien. Die Detektion von Munitions-Altlasten ist ein wichtiges Anwendungsgebiet der Unterwassertechnik und stellt bei den erschwerten Sichtbedingungen unter Wasser eine große Herausforderung dar. Das Fraunhofer IGD entwickelt dazu am Standort Rostock gemeinsam mit regionalen Partnern anspruchsvolle Algorithmen zur Bildverbesserung von Unterwasser-Aufnahmen, so dass eine Detektion, Segmentierung und Klassifizierung von Objekten wie nicht detonierter Munition gelingen kann. Der nächste Technologieschritt ist bereits in Arbeit: Eine smarte Kamera, bei der echtzeitfähige Bildverbesserung und Objekterkennung mittels Künstlicher Intelligenz direkt in miniaturisierter Digitaltechnik umgesetzt werden.