Tracking-Technik

© Fraunhofer IGD

Wie funktioniert die industrielle Tracking-Technik genau? Und wie kann die Industrie sie möglichst effizient nutzen? Die Definition an sich ist einfach: »Tracking erlaubt es, die Position von Objekten in einem Kamerabild exakt zu bestimmen.« Nur wenn diese Bestimmung ausreichend zuverlässig und stabil arbeitet, lässt sich ein als Bauplan vorhandenes und in CAD-Daten überführtes Objekt mit der Realität vergleichen. »Dieser Soll-Ist-Vergleich ermöglicht es dann, Unterschiede zwischen beiden Welten zu erkennen – und das ›auf den ersten Blick‹ «, erklärt Dr.-Ing. Ulrich Bockholt, Leiter der Abteilung »Virtuelle und Erweiterte Realität«. Nutzer erkennen also sofort, was im Gegensatz zum CAD-Modell »fehlt« oder falsch
montiert wurde. Zudem lassen sich so zusätzliche virtuelle Hinweise zu einem real vorhandenen Objekt wie beispielsweise einem Motor sehr leicht einblenden – unabhängig davon, um welche Modellreihe es sich handelt. Sie muss nur in Form entsprechender CAD-Daten hinterlegt sein. Dann können auf dem exakten Tracking aufbauende Programme schrittweise durch eine Inspektion oder Wartung führen. Wichtige Informationen würden automatisch über das reale Bild gelegt: schriftliche Beschreibungen etwa, akustische Hinweise oder Illustrationen für den nächsten Schritt. Das Suchen, Blättern und Nachlesen in Handbüchern ist nicht mehr nötig.

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