Messe Frankfurt - Architektur Design-Review in VR
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Projektbeschreibung
Mit einer interaktiven Multitouch-Anwendung wird ein eindrucksvoller virtueller Walkthrough durch die neue Messehalle 11 der Frankfurter Messe möglich. Die Anwendung zeigt, wie die virtuelle Kamera dank Multitouch von mehreren Personen mit den Fingern gesteuert werden kann.
Dazu werden reale Baupläne und Blaupausen für die Navigation verwendet. Bereits heute werden VR-Technologien während des Design-Reviews von Architekten und Unternehmen genutzt, um zum einen eine bessere Vorstellung absprakter und komplexer Pläne zu erhalten und zum anderen um Konzepte und Modelle einem Kunden besser kommunizieren zu können.
Die Interaktion basiert vor allem auf den digitalen Blaupausen, die auf dem IGD Multitouch-Table abgebildet sind: Sobald der Nutzer einen Plan auswählt, kann er die Position der virtuellen Kamera mit seinem Finger steuern. Mit einem zweiten Finger kann zusätzlich die Orientierung beeinflusst werden. Durch die Kombination wird beides mögchlich: Übersichtlichkeit der 2D Pläne kombiniert mit dreidimensionalem, plastischem Eindruck durch die Echtzeitvisualisierung des Gebäudes.
Analog zu der Metapher, verkörpern die verschiedenen Pläne unterschiedliche Ebenen der Halle. Mit einem Fingerzeig können die Pläne ausgewählt, verschoben, vergrößert/verkleinert oder gedreht werden - mit gewohnten Gesten, wie man sie von anderen Multitouchgeräten, wie Apples iPhone, her kennt.
Wird ein Plan über seinen Pin fixiert, wird die Kameranavigation aktiviert: Mit den Fingern kann der Nutzer nun virtuell durch das Gebäude gehen, nach links oder nach rechts schaun und sich im Gebäude umsehen. Mehr noch, kann der Nutzer sogar den Blickpunkt bestimmen und sich frei herumdrehen, während er das Objekt mit der virtuellen Kamera im Fokus hält. Obwohl die Interaktion ihre Grenzen hat, sind dadurch Kameraflüge möglich, die in dieser Form mit einer Spacemouse oder einem Joystick ohne weiteres nicht nicht realisierbar wären. Der Nutzer kann sich in der 3D Welt zudem nicht verlaufen oder verloren gehen.
