Coperion K-Messe
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Projektbeschreibung
Multi-Touch-Table für Virtuelle Fabrikvisualisierung
Im Rahmen eines Gemeinschaftprojektes wurde am Fraunhofer-IGD ein Multitouch-Table für die Interaktion in und mit virtuellen Umgebungen entwickelt. Ziele dieses Projektes sind einerseits die hochauflösende Echtzeitdatenvisualisierung von Schüttgutanlagen und Förderverfahren der Coperion Gruppe und andererseits die Entwicklung neuer Interaktionsformen für die Navigation und Interaktion.
Die Interaktion beruht auf einem optischen Verfahren zur Erfassung der Finger. Über eine Kamera wird die Oberfläche beobachtet und wahrgenommene Finger durch die hausinterne VisionLib-Software getrackt und verarbeitet. Dazu wurden neue Algorithmen entwickelt, die besonders für Multi-Fingertracking geeignet sind. Mit einer effektiven Bildfläche von 150 x 90 cm ist der Touchtable derzeit eines der ersten größeren Multitouch-Systeme, das frei plaziert und positioniert werden kann. Bisherige Systeme mussten räumlich meistens fest installiert werden.
Für die Darstellung der Anwendung in X3D wird instantReality verwendet. Das System übernimmt einerseits die Darstellung der virtuellen Welt und bildet andererseits die Grundlage für die verwendeten Interaktionelemente und -schnittstellen der Multitouch-Anwendung. Zusätzlich wurden X3D-Standardelemente, wie beispielsweise Touchsensoren, um Funktionalitäten erweitert und neue X3D-Knoten entwickelt.
Durch diese Form der Darstellung und Navigation wird es einem Nutzer möglich, die virtuell dargebotenen Inhalte förmlich anzufassen und mit diesen zu interagieren. Der Tisch stellt damit ein einmaliges Werkzeug zur Darstellung und Erklärung der Wertschöpfungskette im Anlagenbau dar: Elemente können durch Berührung ausgewählt und anschließend näher betrachtet werden. Zusätzlich können die Elemente frei rotiert und stufenlos skaliert werden, wodurch ein einmaliger und einzigartiger Blick auf die Anlagenelemente und Komponententeile möglich wird. Die Form der Interaktion selbst ist sehr intuitiv, leicht erlernbar und in ihrer Komplexität bewusst gering gehalten, um einen einfachen und reibungslosen Zugang zu dem neuen Medium zu gewährleisten.
Das Projekt entstand in Kooperation mit unserem Partnerinstitut Forschungszentrum Design und Systeme in Würzburg.
