BBVA – Mobile und Snapshot Augmented Reality
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Projektbeschreibung
Augmented Reality bringt die spanische BBVA Bank förmlich in die Hände des Kunden.
In diesem Forschungsprojekt wurde zusammen mit der spanischen BBVA Bank Augmented Reality (AR) basierte Kommunikationsstrategien untersucht. Fokus der Entwicklungen ist die Arbeit an mobilen Augmented Reality Technologien und Anwendungen, die auf moderen Smartphones laufen und damit eine breite Zahl an potientiellen Nutzern erreicht.
Die Herausforderung: AR fordert auch morderen Smartphones noch viele Ressourcen, vor allem Prozessorgeschwindigkeit ab. Mit so genannter Snapshot Aumgented Reality werden technisch deshalb Server-Client Architekturen verwendet, die rechenintensive Prozesse in Cloud-Systeme auslagern. Die zentrale serverbasierte Speicherung von Inhalten ermöglicht modular zu arbeiten: Der Nutzer muss nicht eine einzige große Smartphone-App laden, sondern erhält über einen AR Browser nur die Inhalte, die ihn interessieren und die er ortsbezogen und kontextabhängig benötigt.
Demonstratoren
Im Projekt sind mehrere Studien entstanden, die die spannenden Konzepte verdeutlichen. Der Branchfinder hilft, schnell und anschaulich umliegende Bankfilialen und Geldautomaten zu finden. Mittels Video-Seethrough wird deren Position direkt im Videobild verortet und der Nutzer visuell geführt.
Die interaktive Broschüre erweitert die klassische Kommunikationsmedien der Bank: Schießt der Nutzer ein Foto einer Plakatwand oder einer Broschüre, wird das Bild an einen Server geschickt. Das Computer Vision System auf dem Server erkennt dabei das jeweilige Material und sendet binnen Sekunden an das Smartphone die augmentierten Inhalte mit interaktiven Medien zurück.
Interaktion
Snapshot AR in diesem Kontext einige Vorteile gegenüber normaler Live-AR. Das Smartphone muss nicht die ganze Zeit mit der Kamera auf den Ort von Interesse gehalten werden. Dadurch und durch die komfortable entspannte Haltung des Smartphones, kann der Nutzer mit den Fingern durch die augmentierten Inhalte navigieren, wie er es bei anderen Photomedien gewohnt ist. Der Aufmerksamkeitsfokus wird somit klar auf die Inhalte selbst gerichtet, nicht auf das Ausrichten der Kamera bei gleichzeitger Interaktion. Touchinteraktion möglicht zudem, mit den verschiedensten Medien auf der Augmentierung direkt und unkomliziert zu interagieren.
