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Apps für Deutschland
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Projektbeschreibung
Der Wettbewerb "Apps für Deutschland" zielt darauf ab Open-Data-Vorhaben in Deutschland zu fördern. Unter Open-Data – offene Daten – versteht man dabei Daten die durch jedermann und für jegliche Zwecke weiterverwendet und weiterverbreitet werden können. Eine reine Verfügbarkeit der Daten im Internet macht sie noch nicht zu offenen Daten. Es muss eine entsprechende Nutzungslizenz für die Daten vorliegen.
Es sind insgesamt drei Wettbewerbskategorien ausgeschrieben: Daten, Anwendungen und Ideen. Da man in der Kategorie Ideen auch ohne verfügbare offene Daten teilnehmen kann, haben wir uns für diese Kategorie entschieden.
Die Preisträger werden von einer namhaften Jury aus Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft ermittelt und auf der Cebit 2012 bekanntgegeben. Die Schirmherrschaft hat der Bundesminister des Innern übernommen.
Beitrag des Fraunhofer IGD:
Das Abstimmungsverhalten des Deutschen Bundestages
Glauben Sie, dass die von Ihnen gewählten Abgeordneten im Deutschen Bundestag auch immer wie die Mehrheit ihrer Partei abstimmen? Oder anders gefragt: Vertreten die Abgeordneten im Bundestag ihre eigene Meinung oder nur die ihrer Partei?
Diese und andere Fragestellungen bezüglich des Abstimmungsverhaltens der Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind essentiell für die Bewertung der Politik und sogar unserer heutigen Demokratie.
Mit der folgenden Idee wird versucht, die Veröffentlichung der zugrunde liegenden Daten zu motivieren und erste Vorschläge für die Realisierung eines visuellen Zugangs „für Jedermann“ zu diesen Informationen zu präsentieren.
Die Daten. Datengrundlage sind die Ergebnisse der Namentlichen Abstimmungen des Deutschen Bundestages. Diese Daten sind im PDF Format öffentlich zugänglich, unterliegen allerdings nicht der „Creative Commons Namensnennung 3.0“ Lizenz.

Die App. Gibt es parteiübergreifende Gruppierungen mit ähnlichem Abstimmungsverhalten? Gibt es Politiker, die besonders häufig gegen die mehrheitliche Meinung ihrer Partei stimmen? Gibt es welche, die das nie tun?
Die Antworten auf diese und andere Fragen gilt es für den Bürger zugänglich zu machen. Dazu ist vor allem ein visueller Zugang durch interaktive Graphiken, die die Zusammenhänge der Abstimmungsergebnisse der einzelnen Abgeordneten in Beziehung setzt, besonders geeignet. Mithilfe dieser Visualisierungstechniken soll eine Analyse des Abstimmungsverhaltens erleichtert werden. Auf dieser Website finden sich erste Beispiele möglicher Techniken für die visuelle Analyse des Abstimmungsverhaltens. Außerdem werden erste exemplarische Analyseergebnisse präsentiert.
Download Poster in DIN A4 (PDF; 0,8 MB) / Download in DIN A2 (PDF; 1,6 MB)
Die Referenz. Ein ähnlicher Ansatz wurde bereits von Andrew Odewahn mit dem Aufsatz „Visualizing the U.S. Senate Social Graph (1991-2009)“ umgesetzt. Allerdings werden hier nur 2 Parteien in Beziehung gesetzt und die Anzahl der Abgeordneten ist geringer als die des Deutschen Bundestages. Eine Visualisierung der Fraktionsdisziplin im Deutschen Bundestag wurde von Gregor Aisch vorgestellt. Verwendung finden die Daten aktuell bereits unter anderem bei Abgeordnetenwatch und bei Spiegel.de im Bundestagsradar (Flash).

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